Kristensen, T. S., Borritz, M., Villadsen, E., & Christensen, K. B. (2005)
Beschreibung
Das Copenhagen Burnout Inventory (CBI) wurde 2005 von Tage S. Kristensen und Kollegen am Nationalen Institut für Arbeitsmedizin in Dänemark entwickelt.
Es entstand aus einer fundierten Kritik am damals (und heute noch) marktführenden Maslach Burnout Inventory (MBI).
Im Gegensatz zu anderen Modellen definiert das CBI Burnout primär als Zustand der physischen und psychischen Erschöpfung. Während andere Tests Konstrukte wie "Depersonalisierung" (Gefühlskälte) mit einbeziehen, konzentriert sich das CBI konsequent auf die Erschöpfung und ordnet diese verschiedenen Lebensbereichen zu.
Das Besondere am CBI ist sein attributioneller Ansatz. Das bedeutet, es wird unterschieden, worauf die Person ihre Erschöpfung zurückführt:
Persönliches Burnout: Erfasst die allgemeine Erschöpfung, die unabhängig vom Status der Erwerbstätigkeit besteht. Es ist ein Maß für die "allgemeine Batterie" des Menschen.
Arbeitsbezogenes Burnout: Misst den Anteil der Erschöpfung, den die Person spezifisch ihrer Arbeit zuschreibt. Dies ist entscheidend für die betriebliche Gesundheitsförderung.
Klientenbezogenes Burnout: Spiegelt die spezifische Belastung wider, die durch die Arbeit mit Menschen (Patienten, Schüler, Kunden) entsteht. Dies ist besonders relevant für helfende Berufe.
Auswertung & Interpretation
Da es sich um ein kontinuierliches Maß handelt, gibt es im klinischen Sinne keine strikten "Cut-off-Werte" wie bei einer medizinischen Diagnose. In der Forschung und Praxis haben sich jedoch folgende Orientierungswerte etabliert:
0 – 25: Sehr niedriges Burnout-Risiko.
25 – 50: Niedriges bis moderates Niveau.
50 – 75: Hohes Burnout-Niveau (Interventionsbedarf prüfen).
75 – 100: Sehr hohes Burnout-Niveau (Dringender Handlungsbedarf).
Solltest du dich dich oder eine dir nahestehende Person in einer akuten Krise mit lebensmüden Gedanken befinden, wähle bitte umgehend die 112.
Die Telefonseelsorge ist außerdem rund um die Uhr für dich erreichbar – kostenfrei und anonym unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
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