Viele Menschen, die zu mir kommen, haben eines gemeinsam: Sie verstehen
sich gut. Sie können benennen, wo ihre Muster herkommen, was sie antreibt
oder bremst. Und trotzdem — das Verstehen allein hat sich nicht in
Veränderung übersetzt.
Das ist kein Versagen. Es ist ein Hinweis darauf, wo die eigentliche Arbeit
beginnt: nicht im Kopf, sondern im Körper, Unterbewusstsein und im Nervensystem.
Mein Ansatz verbindet drei Wege, die sich in meiner Arbeit ergänzen: Hypnose,
Körpertherapie und die Arbeit mit Selbstanteilen. Nicht als Techniken, die ich
„anwende", sondern als Zugänge zu dem, was sich unterhalb der Sprache aufhält —
in Körpergefühlen, Reaktionsmustern, inneren Stimmen und dem, was das
Nervensystem als Gefahr oder Sicherheit erlebt.
Hypnose nutze ich nicht als Suggestion von außen, sondern als Einladung nach
innen. In Trance kann jemand sich von seinen Gedanken lösen und direkt mit dem
in Kontakt kommen, was sich sonst verbirgt — Ressourcen, die noch nicht zugänglich
waren, oder Anteile, die lange schützend im Hintergrund geblieben sind.
Körpertherapie bedeutet für mich, den Körper nicht als Problem zu behandeln,
das es zu korrigieren gilt, sondern als Zeuge. Der Körper weiß oft mehr als
der Verstand. Er trägt die Geschichte, die Schutzreaktionen — und auch die
Möglichkeit zur Veränderung.
Die Arbeit mit Selbstanteilen hilft, innere Konflikte zu entwirren: den Teil,
der kämpft, den Teil, der erschöpft ist, den Teil, der sich schämt — und den
ruhigeren Anteil, der all das beobachten und begleiten kann. Wenn diese Teile
in Dialog kommen statt gegeneinander zu arbeiten, entsteht eine andere Art von
innerer Stabilität.
Ich arbeite traumasensibel. Das bedeutet nicht, dass jede Sitzung mit
Trauma-Themen verbunden ist — aber ich bin mir bewusst, dass viele Muster
ihre Wurzeln in Erfahrungen haben, in denen die eigenen Reaktionen sinnvoll
und notwendig waren. Diesen Schutzmustern mit Respekt zu begegnen, ist für
mich nicht optional.
Mein Leitprinzip: Leicht ist richtig. Nicht als Leichtfertigkeit, sondern
als Orientierung — was sich wirklich richtig anfühlt, gelingt leichter.
Veränderung braucht keine Gewalt gegen sich selbst.