Als Körperpsychotherapeutin begegne ich meinen Klientinnen und Klienten mit Achtsamkeit und Offenheit für das, was sich im Moment zeigt. Im Mittelpunkt steht dabei der Körper – denn er spricht oft eine sehr direkte, ehrliche Sprache.
Kleine, manchmal kaum wahrnehmbare Signale – eine veränderte Haltung, ein Innehalten oder ein tiefer Atemzug – können Hinweise darauf sein, dass etwas in Resonanz geht. Diese körperlichen Reaktionen sind wertvolle Wegweiser, die uns unterstützen, unbewusste Themen sichtbar zu machen und mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Wenn Worte fehlen oder der Kopf keine Lösung findet, spricht der Körper weiter: durch Spannung, Unruhe, Erschöpfung oder Schmerz. In der körperorientierten Psychotherapie geht es nicht darum, Symptome einfach zu beseitigen, sondern sie zu verstehen – als Botschaften, die uns den Weg zu mehr Klarheit zeigen.
Folgende Herangehensweisen haben sich in meiner Arbeit als besonders hilfreich erwiesen, um mehr Klarheit über sich und den eigenen Prozess zu gewinnen:
Beim Arbeiten im Raum wird der ganze Körper aktiv und kommt in Bewegung. Sie können sich dabei verschiedenen Aspekten eines Themas nähern. Neben den oft bereits vertrauten Gedanken erspüren Sie: Welche Körperreaktionen zeigen sich? Welche Gefühle und Emotionen tauchen auf? Dabei können Sie sich ausprobieren, die Positionen wechseln und neue Perspektiven kennenlernen.
Unsere Grenzen sind uns oft nicht bewusst. Zu oft werden sie überschritten – sei es, dass wir uns selbst überlasten oder Grenzüberschreitungen durch andere zulassen. Mit einem Seil, Tuch, Kissen oder Ähnlichem können Grenzen sichtbar und greifbar gemacht werden. Stecken Sie sich Ihren eigenen Raum ab: Wie viel Nähe bzw. Distanz tut Ihnen gut? Was braucht es, damit Sie Ihre Grenzen gut wahren können?
Mit Symbolen können Prozesse sehr hilfreich unterstützt werden, besonders wenn die Worte fehlen. Schwer Verbalisierbares kann so sichtbar gemacht werden. Ein Symbol kann angefasst, berührt und damit auf körperlicher Ebene begriffen werden. Der Umweg über den Kopf ist nicht nötig.
Systemisches Arbeiten geht davon aus, dass ein Mensch nicht isoliert von seinem Umfeld betrachtet werden kann. Wir alle sind eingebunden in unsere Familien, Arbeitswelten und sozialen Gefüge. Die Dynamiken, die sich dort zeigen, spiegeln oft unser Inneres wider. Daraus ergibt sich die Frage, was es braucht, damit eine Veränderung möglich wird.
Das Genogramm kann die Zusammenhänge im System gut veranschaulichen. Es ist eine Form des Familienstammbaums, beinhaltet jedoch weit mehr Informationen. Wiederkehrende Ereignisse, Erkrankungen, Werte und emotionale Beziehungen werden anhand spezieller Symbole sichtbar gemacht. Muster, die teilweise über Generationen in einer Familie auftreten, können so erkannt werden. In diesen Kontext gesetzt, kann die eigene Situation in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Das Familienbrett bietet die Möglichkeit, Dynamiken auf kleinem Raum sichtbar zu machen. Durch das Aufstellen von Figuren entsteht ein anschauliches Bild des Systems. Dabei bleiben Klient bzw. Klientin und Therapeutin im Außen, was eine gesunde Distanzierung erleichtert. Zudem kann die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, wodurch sich oft überraschende Einsichten und neue Lösungsansätze zeigen.
Ich begleite Sie auf Augenhöhe, mit tiefem Respekt vor Ihrem inneren Wissen und Ihrer ganz persönlichen Entwicklung. Dabei halte ich den sicheren Rahmen für alles, was sich zeigen darf.
Die Antwort liegt im Klienten selbst. Ich freue mich darauf, Sie auf diesem Weg zu begleiten