Grundsätzlich findet Therapie im „jetzt“ statt. Wir gehen von aktuellen Schwierigkeiten und Gefühlen aus. Wir erforschen diese unvoreingenommen und dabei wird meist direkt oder indirekt auch ein Stück Vergangenheit verarbeitet, das gerade das aktuelle Erleben prägt. Da wir alle seit früher Kindheit Erfahrungen gemacht haben, die unsere Bewältigungsmöglichkeiten überstiegen haben, konnten diese nicht verarbeitet werden und wurden samt der schmerzlichen Gefühle verdrängt. Es macht Angst, damit in Berührung zu kommen und so bleibt die Verdrängung, sie verfestigt sich und macht uns unfrei ohne dass es uns bewusst ist. Irgendwann holen uns die unverarbeiteten Gefühle meist wieder ein. Solche Phasen oder Momente werden oft als tiefe Krisen erlebt. Aus therapeutischer Sicht können sie sehr wertvoll sein, weil es dann zu einer neuen Verarbeitung kommen kann. Wenn diese Momente/ Phasen mit all ihren Gefühlszuständen erstmals bewusst und wach durchlebt werden, entsteht etwas Neues. Die Präsenz eines Gegenübers, wie z.B. in einer Therapie, kann diese Prozesse erleichtern oder auch erst ermöglichen. An diesem Punkt fließen die verschiedenen Therapieansätze zusammen.
Der Bereich Traumatherapie bildet seit über 15 Jahren einen großen Schwerpunkt meiner Arbeit und ich verfolge hier einen schulenübergreifenden ressourcenorientierten Ansatz, der die jeweiligen Besonderheiten der Klienten und der Situation berücksichtigt.