Ich sehe den Menschen und seine Umgebung in einem ständigen Veränderungsprozess. Mein humanistisch-existentielles Menschenbild beinhaltet die Maxime der bedingungslosen Annahme dessen, was ist. Das bedeutet nicht, alles gut zu heißen, sondern genau hinzuhören, was das Leben von uns braucht. Krisen und Krankheiten sind für mich Wegweiser und Chancen, tiefgreifende Entwicklungs- und Lernerfahrungen zu machen.
In meiner Arbeit möchte ich einen Rahmen zur Selbstexploration schaffen, in dem auch die von uns ungeliebten Anteile angenommen und integriert werden können. Ich sehe Vielfalt als Geschenk und möchte den authentischen Ausdruck in jedem Einzelnen fördern und herausfordern.
eder Mensch bringt individuelle Ressourcen mit und hat unterschiedliche Lösungswege, die für ihn Sinn machen. Mit Empathie und durch Beobachtung möchte ich für jeden den individuell richtigen Ansatz herausfinden und damit arbeiten.
Wer beispielsweise eine Blockade aus seiner Kindheit verstehen und auflösen möchte, mit dem arbeite ich vorwiegend tiefenpsychologisch. Kinder, aber auch Erwachsene mit einem AD(H)S Syndrom brauchen klare Strukturen, Grenzen und Techniken zur Selbstregulation. Hier eignen sich verhaltenstherapeutische Methoden am besten. Menschen mit einem gut ausgeprägten Bezug zu ihrem Körper profitieren von körperorientierten Therapieansätzen. Macht eine Person durch Symptome auf Schwierigkeiten im Gesamtsystem aufmerksam, arbeite ich systemisch, idealerweise unter Einbeziehung des betroffenen Systems.
Im Vordergrund steht für mich die zwischenmenschliche Beziehung. Der Kontakt zwischen Menschen hat das Potenzial heilender Wirkung. Dabei möchte ich meine KlientInnen keineswegs von der therapeutischen Beziehung abhängig machen, sondern vielmehr ihnen gerade auf diesem Weg zur Eigenständigkeit verhelfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade ungewöhnliche und kreative Interventionen tiefgreifende Veränderungsprozesse einläuten können.