Simone Felber
Heilpraktikerin
130€
50 Min. Individuelle Sitzung
Hybrid (online und persönlich)
"Ich arbeite seit über 30 Jahren in pädagogischen und therapeutischen Kontexten und begleite Menschen in Krisen, Umbruchsituationen und komplexen inneren Prozessen. In meiner Praxis schaffe ich einen geschützten Rahmen, in dem Vertrauen, Sicherheit und eine differenzierte Selbstwahrnehmung möglich werden.
Meine therapeutische Haltung ist empathisch, klar und konsequent traumasensibel. Ich gehe davon aus, dass jedes Erleben und jedes Verhalten einen inneren Sinn hat – auch dann, wenn dieser zunächst nicht zugänglich ist. Viele Symptome verstehe ich als nachvollziehbare, oft biografisch gewachsene Antworten auf belastende Erfahrungen. Diese Perspektive ermöglicht es, innere Dynamiken nicht zu pathologisieren, sondern verstehbar zu machen und schrittweise zu verändern.
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist das Verstehen von Prägungen aus der Kindheit und deren Auswirkungen auf das heutige Erleben. Frühe Beziehungserfahrungen und Verletzungen grundlegender Bedürfnisse – etwa nach Sicherheit, Bindung, Orientierung oder Selbstwert – wirken häufig unbewusst fort und beeinflussen Gefühle, Beziehungen und Handlungsmuster im Erwachsenenleben.
Diese Prägungen zeigen sich häufig besonders deutlich in Paarbeziehungen und in Konfliktsituationen: in wiederkehrenden Mustern von Nähe und Distanz, in Rückzug, Anpassung oder Eskalation sowie in der Art und Weise, wie Bedürfnisse ausgedrückt oder vermieden werden. Oft geraten dabei nicht nur aktuelle Themen in den Vordergrund, sondern auch frühere Erfahrungen von Nicht-Gesehen-Werden, Überforderung oder emotionaler Unsicherheit. Ich unterstütze meine Klient:innen und Paare dabei, diese Dynamiken zu erkennen, zu verstehen und aus automatisierten Reaktionsmustern auszusteigen.
Auch in der Rolle als Eltern können frühe Prägungen wirksam werden. Eigene Erfahrungen von Bindung, Orientierung oder Überforderung beeinflussen häufig unbewusst den Umgang mit den eigenen Kindern – sowohl in der Gestaltung von Nähe und Grenzen als auch im Umgang mit Konflikten und Emotionen. Ziel meiner Arbeit ist es, diese Zusammenhänge behutsam zugänglich zu machen, um mehr Bewusstheit, Handlungsspielraum und Sicherheit im eigenen Erleben und im Kontakt mit anderen zu ermöglichen.
Dabei ist mir wichtig, dass dieser Prozess nicht von Schuldzuweisungen geprägt ist. Es geht nicht um Anklage – weder gegenüber sich selbst noch gegenüber den eigenen Eltern –, sondern um Verstehen, Einordnung und Integration.
In diesem Zusammenhang arbeite ich mit inneren Anteilen und der sogenannten „inneren Kind“-Perspektive. Dabei werden früh entstandene emotionale Erfahrungen zugänglich gemacht und in einen aktuellen, regulierbaren Kontext gebracht. Ziel ist es, innere Spannungen zu reduzieren, Selbstmitgefühl zu fördern und mehr innere Stabilität und Handlungsfähigkeit zu entwickeln.
Ein zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Umgang mit Scham als grundlegendem, häufig übersehenem Affekt. Scham wirkt oft verdeckt und prägt sowohl das Selbstbild als auch Beziehungsgestaltung und Handlungsspielräume. Ich unterstütze meine Klient:innen dabei, Schamprozesse zu erkennen, einzuordnen und in eine regulierbare Erfahrung zu überführen. Dadurch entstehen mehr innere Klarheit, Selbstkontakt und Handlungsspielraum.
Ich arbeite integrativ und ressourcenorientiert und verbinde systemische Therapie, Gestalttherapie sowie körper- und traumatherapeutische Ansätze. Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit mit inneren Anteilen und der Entwicklung innerer Führung. Dabei geht es nicht um Vereinfachung, sondern um Differenzierung: unterschiedliche innere Stimmen werden wahrnehmbar, verstehbar und zunehmend integrierbar.
Traumatherapeutische Methoden wie Stabilisierung, EMDR und hypnotherapeutische Verfahren setze ich phasenorientiert und verantwortungsvoll ein. Hypnose verstehe ich dabei als einen achtsamen Zugang zu inneren Erfahrungsräumen, der Ressourcen stärkt, Selbstregulation unterstützt und neue Perspektiven eröffnet – bei gleichzeitiger Wahrung von Kontrolle und Sicherheit.
Ich arbeite in unterschiedlichen Zeitformaten – von klassischen Sitzungen bis hin zu längeren, vertiefenden Einheiten. Dies ermöglicht es, sowohl stabilisierend als auch prozessvertiefend zu arbeiten und komplexen Themen den notwendigen Raum zu geben, ohne den individuellen Rhythmus zu übergehen.
Ein wesentlicher Teil meiner Tätigkeit ist die Supervision. Ich begleite Fachkräfte dabei, ihre Arbeit differenziert zu reflektieren – insbesondere im Umgang mit herausfordernden Beziehungssituationen, Übertragungsdynamiken und eigenen inneren Reaktionen. Gerade im Kontext von Scham ist es mir wichtig, eine Perspektive zu eröffnen, die entlastet, ohne zu vereinfachen, und die professionelle Handlungssicherheit stärkt.
Darüber hinaus biete ich Fortbildungen und Seminare mit dem Schwerpunkt Scham in professionellen Kontexten an. Ich vermittle ein differenziertes Verständnis von Scham als regulierendem und zugleich begrenzendem Affekt und verbinde theoretische Grundlagen mit praxisnahen, erfahrungsorientierten Zugängen. Ziel ist es, Fachkräften mehr Sicherheit im Erkennen und im Umgang mit Schamprozessen zu ermöglichen.
Neben der Einzeltherapie arbeite ich mit Paaren und Familien sowie im Coaching-Kontext. Zudem begleite ich Teams im Profit- und Nonprofit-Bereich in Kommunikations- und Teamentwicklungsprozessen. Meine Arbeit ist dabei stets individuell ausgerichtet und prozessorientiert.
Ich verbinde fachliche Kompetenz, langjährige Erfahrung und eine klare, zugewandte Haltung. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst besser zu verstehen, innere Prozesse zu ordnen und ihren eigenen Handlungsspielraum nachhaltig zu erweitern."