ADHS ICD-10 Check
Teste deine Diagnose nach dem ICD-10. Eine sichere Diagnose darf nur von einem Arzt oder Psychotherapeuten gestellt werden.
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Fachlicher Hintergrund, Hinweise zur Auswertung und weiterführende Unterlagen.
Beschreibung
Das ICD-10 steht für „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision“ (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision).
Es handelt sich um ein weltweit anerkanntes Klassifikationssystem, mit dem u.a. psychische Krankheiten und Symptome systematisch kodiert, dokumentiert und statistisch ausgewertet werden.
Der Test wurde exakt anhand der Kriterien für ADHS im ICD-10 entwickelt und von Dr. Ulrich Weber für Mentcape aufbereitet. ADHS setzt sich aus drei Symptomen zusammen: Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität
Unaufmerksamkeit
- Mangelnde Detailgenauigkeit / FlüchtigkeitsfehlerBetroffene machen häufig unachtsame Fehler oder übersehen Details bei schulischen, beruflichen oder alltäglichen Aufgaben, obwohl die grundsätzliche Fähigkeit vorhanden ist.
- Eingeschränkte AufmerksamkeitsdauerEs fällt schwer, die Konzentration über längere Zeit auf eine Tätigkeit oder Aufgabe aufrechtzuerhalten, insbesondere bei monotonen oder anspruchsvollen Tätigkeiten.
- Wirkt häufig nicht zuhörendIn Gesprächen entsteht oft der Eindruck, dass Gesagtes nicht wahrgenommen wird, selbst wenn keine offensichtliche Ablenkung vorliegt.
- Probleme beim Befolgen von AnweisungenAufgaben oder Arbeitsaufträge werden häufig nicht vollständig ausgeführt, weil einzelne Schritte verloren gehen oder die Aufmerksamkeit vorzeitig nachlässt.
- Schwierigkeiten bei Organisation und PlanungBetroffene haben Probleme, Aufgaben zu strukturieren, Prioritäten zu setzen oder Arbeitsschritte sinnvoll zu planen.
- Vermeidung länger andauernder geistiger AnstrengungTätigkeiten, die anhaltende Konzentration erfordern, werden gemieden, aufgeschoben oder nur widerwillig begonnen.
- Häufiges Verlieren von GegenständenDinge, die für Aufgaben oder Aktivitäten benötigt werden (z. B. Arbeitsmaterialien, Schlüssel, Unterlagen), gehen regelmäßig verloren.
- Leichte Ablenkbarkeit durch äußere ReizeAufmerksamkeit wird rasch durch Geräusche, Bewegungen oder andere Umweltreize unterbrochen.
- Vergesslichkeit im AlltagAlltägliche Verpflichtungen, Termine oder Routinen werden häufig vergessen.
Überaktivität
- Motorische UnruheHände und Füße sind häufig in Bewegung, es wird gezappelt oder auf dem Stuhl gerutscht.
- Schwierigkeiten, sitzen zu bleibenIn Situationen, in denen Sitzen erwartet wird, stehen Betroffene häufig auf oder wechseln den Platz.
- Unangemessenes Herumlaufen oder KletternEs besteht ein starkes Bewegungsbedürfnis, auch in Situationen, in denen dies nicht angebracht ist (bei Erwachsenen oft als innere Unruhe).
- Unfähigkeit, ruhig zu spielen oder sich leise zu beschäftigenEntspannende oder ruhige Tätigkeiten fallen schwer.
- Ständiges „Getriebensein“Betroffene wirken dauerhaft unter Spannung, als würden sie innerlich von einem Motor angetrieben.
Impulsivität
- Vorschnelles Antworten
Fragen werden beantwortet, bevor sie vollständig gestellt wurden.
- Schwierigkeiten beim AbwartenEs fällt schwer, in Wartesituationen oder bei Reihenfolgen Geduld aufzubringen.
- Unterbrechen oder Stören andererGespräche, Spiele oder Tätigkeiten anderer werden häufig unterbrochen oder Betroffene drängen sich auf.
- Übermäßiges RedenEs wird deutlich mehr gesprochen als situationsangemessen.
Auswertung
Die Symptome können auch auf andere Störungsbilder hinweisen, dies gilt es diagnostisch von einem Experten abklären zu lassen. Sie müssen in mindestens zwei Situationen gleichzeitig vorhanden sein, und sich nicht nur auf eine spezifische Situation beziehen (z.B. Schule). ADHS setzt sich aus den drei Kriterien "Unaufmerksamkeit", "Überaktivität" und "Impulsivität" zusammen.
Klinisch bedeutsam bei folgenden Punktwerten: Unaufmerksamkeit: => 6 Überaktivität: => 3 Impulsivität: => 1
