Agoraphobie ICD-10 Check
Teste deine Diagnose nach dem ICD-10. Eine sichere Diagnose darf nur von einem Arzt oder Psychotherapeuten gestellt werden.
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Fachlicher Hintergrund, Hinweise zur Auswertung und weiterführende Unterlagen.
Beschreibung
Das ICD-10 steht für „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision“ (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision).
Es handelt sich um ein weltweit anerkanntes Klassifikationssystem, mit dem u.a. psychische Krankheiten und Symptome systematisch kodiert, dokumentiert und statistisch ausgewertet werden.
Der Test wurde exakt anhand der Kriterien für Depression im ICD-10 entwickelt und von Dr. Ulrich Weber für Mentcape aufbereitet.
Gemäß ICD-10 untersucht der Test unter anderem folgende Bereiche:
Auswertung
Für bestimmte Ausprägungen der Agoraphobie muss eine bestimmte Anzahl an Kriterien erfüllt sein.
- A. Mindestens zwei der folgenden Situationen:
- Menschenmengen
- öffentliche Plätze
- allein Reisen
- Reisen, mit weiter Entfernung von ZuhauseB. Seit Auftreten der Störung müssen in den gefürchteten Situationen mindestens zwei Angstsymptome aus der unten angegeben Liste (davon eins der vegetativen Symptome 1.-4.) wenigstens zu einem Zeitpunkt gemeinsam vorhanden gewesen sein:Vegetative Symptome1. Palpitationen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz2. Schweißausbrüche3. fein
- oder grobschlägiger Tremor4. MundtrockenheitSymptome, die Thorax und Abdomen betreffen5. Atembeschwerden6. Beklemmungsgefühl7. Thoraxschmerzen und -missempfindungen8. Nausea und abdominelle MissempfindungenPsychische Symptome9. Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche und Benommenheit10. Gefühl, die Objekte sind unwirklich (Derealisation) oder man selbst ist weit entfernt oder "nicht wirklich hier" (Depersonalisation)11. Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder "auszuflippen"Allgemeine Symptome13. Hitzewallungen oder Kälteschauer14. Gefühllosigkeit oder KribbelgefühleC. Deutliche emotionale Belastung durch das Vermeidungsverhalten bzw. die Angstsymptome spürbar.
D. Einsicht, dass die Angst übertrieben oder unvernünftig ist.
E. Die Symptome beschränken sich ausschließlich auf die gefürchteten Situationen bzw. Gedanken an sie.
F. Die Symptome sind nicht anderweitig erklärbar (z.B durch andere psychische Erkrankungen oder in Folge kulturell akzeptierten Anschauungen)
