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Krankheitsangst überwinden mit Verhaltenstherapie: Dein Weg aus der Sorge

Inhaltsverzeichnis

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Jeder harmlose Schmerz fühlt sich wie eine Katastrophe an, und Dr. Google bestätigt täglich die schlimmsten Befürchtungen. Dieser Kreislauf aus Angst, Kontrollieren und kurzfristiger Beruhigung kostet bis zu 100 % deiner Lebensqualität. Erfahre, wie du mit leitliniengestützter Verhaltenstherapie deine Krankheitsangst überwinden und sofort erste Schritte machen kannst.

Wie Blended Care von Mentcape Soforthilfe ohne die üblichen 6 Monate Wartezeit ermöglicht und den Teufelskreis der Krankheitsangst durchbricht.

Key Takeaways

  • Krankheitsangst ist eine behandelbare Störung, bei der harmlose Körpersignale katastrophisierend fehlinterpretiert werden.
  • Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Expositionstraining ist der Goldstandard, um den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen.
  • Mentcapes Blended Care kombiniert digitale Soforthilfe-Kurse mit Videotherapie.

Krankheitsangst: Wenn die Sorge zur Krankheit wird

Krankheitsangst, in der Fachsprache auch Hypochondrie genannt, ist weit mehr als nur die gelegentliche Sorge um die eigene Gesundheit. Sie ist eine ernst zunehmende psychische Belastung, bei der harmlose Körperempfindungen als Anzeichen für eine schlimme Erkrankung fehlinterpretiert werden und sich hartnäckig halten, selbst wenn ein Arzt diese als harmlos betrachtet. Betroffene investieren oft mehr als 2 Stunden täglich in das Kontrollieren von Symptomen oder die Suche nach Rückversicherung. Dieser Zustand führt zu erheblichem Leidensdruck und beeinträchtigt das Leben stark. Die ständige Alarmbereitschaft des Körpers verhindert jede echte Erholung. Dieser andauernde Stress mündet in einen Teufelskreis, der den Alltag zunehmend einschränkt.

Der Teufelskreis der Angst: Wie die Sorge sich selbst verstärkt

Das kognitive Modell nach Salkovskis & Warwick beschreibt Krankheitsangst als einen sich selbst verstärkenden Kreislauf. Dieser beginnt oft mit einer harmlosen Körperwahrnehmung, wie einem leichten Schwindel. Diese Wahrnehmung wird katastrophisierend bewertet („Das ist sicher ein Hirntumor!“), was massive Angst auslöst. Um diese Angst zu reduzieren, folgen Sicherheitsverhaltensweisen, die kurzfristig Erleichterung verschaffen, die Angst langfristig aber verstärken. Ein typischer Kreislauf umfasst 4 Schritte:

  1. Ein interner oder externer Auslöser (Trigger) tritt auf (z.B. Herzstolpern, ein Bericht über Krebs).
  2. Es folgt eine katastrophisierende Fehlinterpretation („Ich habe einen Herzinfarkt!“).
  3. Angst und physiologische Symptome (Herzrasen, Schwitzen) nehmen um über 50 % zu.
  4. Sicherheitsverhalten wird aktiviert (z.B. Puls messen, Arzt anrufen, Symptome googeln), was die Aufmerksamkeit auf den Körper weiter erhöht.

Dieses Verhalten verhindert die wichtige Erfahrung, dass die Symptome auch ohne Kontrolle von allein verschwinden würden. Mit der Zeit wird der Fokus auf den Körper so intensiv, dass selbst normale Körperfunktionen als bedrohlich wahrgenommen werden, was den Teufelskreis der Angst weiter anfacht. Doch es gibt einen wissenschaftlich erprobten Weg, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Verhaltenstherapie: Ein Weg zur Überwindung von Krankheitsangst

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine sehr wirksame Methode, um Krankheitsangst zu überwinden. Sie setzt an den aufrechterhaltenden Faktoren der Angst an: den Gedanken und dem Verhalten. Studien zeigen, dass bei 7 von 10 Patienten eine deutliche Linderung der Symptome erreicht wird. Die Therapie basiert auf zwei zentralen Säulen:

  • Kognitive Umstrukturierung: Hier lernst du, deine katastrophisierenden Gedanken zu identifizieren, zu hinterfragen und durch realistischere Bewertungen zu ersetzen.
  • Exposition mit Reaktionsmanagement: Du konfrontierst dich schrittweise mit angstauslösenden Situationen (z.B. einen medizinischen Artikel lesen), ohne dein Sicherheitsverhalten (z. B. googeln) anzuwenden. Dies führt zur sogenannten Habituation – das Gehirn lernt, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt.

Der Kern der KVT ist die Erkenntnis, dass nicht die Körpersymptome das Problem sind, sondern deren Bewertung. Eine erfolgreiche Expositionstherapie ist ein entscheidender Schritt, doch der Zugang zur klassischen Therapie ist leider oft durch lange Wartezeiten erschwert.

Sofort-Hilfe durch Blended Care: Mentcapes Antwort auf 20 Wochen Wartezeit

Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Kassen-Therapieplatz in Deutschland beträgt 20 Wochen – eine unerträglich lange Zeit für Menschen in Not. Mentcape schließt diese Versorgungslücke mit „Verzahnter Psychotherapie“ (Blended Care). Unser Ansatz kombiniert das Beste aus zwei Welten: Du startest sofort mit leitliniengestützten Online-Kursen und kannst gleichzeitig von erfahrenen Psychotherapeuten per Video begleitet werden. Diese Kombination steigert die Effektivität der Behandlung um bis zu 40 % im Vergleich zur alleinigen App-Nutzung. Mit Mentcape kannst du mit Hilfe der Kurse die Wartezeit auf einen Therapieplatz sinnvoll überbrücken und auch sofort aktiv werden.

Dein 4-Schritte-Plan zum Start: So übernimmst du wieder die Kontrolle

Mit Mentcape ist der Weg aus der Krankheitsangst nur wenige Klicks entfernt. Du kannst sofort und in deinem eigenen Tempo mit evidenzbasierten Methoden beginnen. Dein Weg zur Besserung startet mit diesen 4 Schritten:

  1. Kostenlos registrieren: Nutze unser Start Screening, um eine erste, fundierte Einschätzung deiner Situation in weniger als 15 Minuten zu erhalten.
  2. Den Kurs „Grundlagen Angst“ starten: Verstehe die Mechanismen deiner Angst mit unserem ersten Selbsthilfekurs. Lerne den Teufelskreis zu erkennen.
  3. Therapeuten finden: Du kannst über Mentcape einen Therapeuten finden, der dir gezielt Übungen wie Symptomtagebücher oder Gedankenprotokolle direkt in die App pushen kann. So werden über 90 % der Therapieinhalte direkt im Alltag verankert.
  4. Videotherapie durchführen: Finde über unser bundesweites Matching den passenden Therapeuten und mache über Mentcape eine videogestützte Psychotherapie. Eine Psychotherapie ohne lange Wartezeit ist damit Realität.

Jeder dieser Schritte ist darauf ausgelegt, dir schnell und unkompliziert wirksame Werkzeuge an die Hand zu geben. So gehst du vom passiven Erdulden ins aktive Handeln über.

Fazit: Ein Leben ohne ständige Krankheitsangst ist möglich

Krankheitsangst ist eine behandelbare Störung, und du bist ihr nicht hilflos ausgeliefert. Die kognitive Verhaltenstherapie bietet wissenschaftlich belegte Methoden, um den Kreislauf aus Sorge und Kontrolle zu durchbrechen. Während das deutsche Gesundheitssystem mit Wartezeiten von 6 Monaten und mehr kämpft, bietet Mentcape mit seinem Blended-Care-Modell eine sofort verfügbare und wirksame Alternative. Die Kombination aus digitalen Kursen und persönlicher Therapie ermöglicht es dir, die Kontrolle zurückzugewinnen – flexibel, transparent und ohne Wartezeit. Beginne noch heute deinen Weg in ein unbeschwerteres Leben.

FAQ

Wie unterscheidet sich Krankheitsangst von normaler Sorge um die Gesundheit?

Normale Sorgen sind situationsbezogen und verschwinden nach ärztlicher Entwarnung. Krankheitsangst ist exzessiv, anhaltend (über 6 Monate) und bleibt trotz negativer Befunde bestehen. Sie führt zu erheblichem Leidensdruck und beeinträchtigt den Alltag massiv, da Betroffene ständig ihren Körper beobachten und nach Bestätigung für ihre Befürchtungen suchen.

Was ist Blended Care und warum ist es bei Krankheitsangst wirksam?

Blended Care, oder 'Verzahnte Psychotherapie', kombiniert Online-Selbsthilfekurse mit persönlichen Gesprächen per Video. Dieser Ansatz ist besonders wirksam, da du mit Hilfe der Kurse sofort mit leitliniengestützten Übungen beginnen kannst, um Denkmuster zu durchbrechen. Die therapeutische Begleitung sichert den Fortschritt und hilft, die Übungen individuell anzupassen, was die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrückt und den Therapieerfolg steigert.

Muss ich für die Nutzung von Mentcape Vorerfahrungen mit Therapie haben?

Nein, absolut nicht. Mentcape ist sowohl für Therapie-Einsteiger als auch für Menschen mit Vorerfahrung konzipiert. Unsere Kurse führen dich Schritt für Schritt an die Themen heran. Die klinische Diagnostik am Anfang hilft uns und dir, den richtigen Startpunkt zu finden. Dein passender Therapeut, den du über die Mentcape Plattform finden kannst, begleiten dich einfühlsam durch den gesamten Prozess.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für Mentcape?

Die Registrierung bei Mentcape ist kostenfrei. Die Kosten für die  Kurse werden durch ein monatliches Abo abgedeckt. Therapiesitzungen können je nach Versicherungstarif von der Krankenkasse übernommen werden (Voraussetzung ist hier die Kassenzulassung des Therapeuten). Wir arbeiten daran, eine breite Kassenübernahme zu ermöglichen und bieten transparente Preismodelle für Selbstzahler an. Details findest du auf unserer Webseite oder in der App.

Ist die Behandlung über Mentcape genauso sicher und vertraulich wie eine normale Therapie?

Ja, Datenschutz und Sicherheit haben bei uns höchste Priorität. Unsere Plattform ist vollständig DSGVO-konform, unsere Server stehen in Deutschland und wir sind nach ISO 27001 zertifiziert. Alle Gespräche und Daten sind sicher verschlüsselt, sodass deine Privatsphäre jederzeit geschützt ist.

Was passiert, wenn ich merke, dass der Online-Kurs allein nicht ausreicht?

Das ist genau der Vorteil unseres Blended-Care-Ansatzes. Wenn du merkst, dass du mehr Unterstützung brauchst, kannst du jederzeit eine Videosprechstunde mit einem Psychotherapeuten buchen. Dein Therapeut kann deinen Kursfortschritt einsehen und dich gezielt dort unterstützen, wo du es brauchst. Du bist nicht allein.

Further Reading & Links

Das Bundesministerium für Gesundheit bietet umfassende Informationen zur Verhaltenstherapie.

Die Tagesschau beleuchtet in einem Artikel das Thema Hypochondrie.

Deximed stellt detaillierte Patienteninformationen zur Krankheitsangststörung (hypochondrische Störung) zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht die S3-Leitlinie zu Angststörungen.

Statista bietet eine Statistik zur Häufigkeit von Angststörungen in Deutschland.

Das Deutsche Ärzteblatt enthält einen Fachartikel über generalisierte Angststörung.

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert über Strategien zum Umgang mit Angst.

Alle unsere Artikel wurden nochmals von psychotherapeutischen oder medizinischen Fachpersonen unseres Expertengremiums geprüft.

Du fühlst dich mental nicht gut und benötigst Hilfe? Bei Mentcape sind wir für dich da. Mit zahlreichen Online-Kursen und vielen Behandlern für eine zeitnahe Online-Video-Therapie.

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