Ein besonderer Schwerpunkt meiner therapeutischen Arbeit liegt in der Paartherapie. Ich begleite Paare, die sich in wiederkehrenden Konflikten verlieren, emotional voneinander entfernt haben, unter Kommunikationsproblemen leiden oder nach Krisen, Vertrauensverletzungen und belastenden Lebensphasen wieder einen Weg zueinander finden möchten.
Dabei geht es mir nicht darum, Schuldige zu suchen oder vorschnell zu entscheiden, wer „recht“ hat. In der Paartherapie versuche ich gemeinsam mit beiden Partnern zu verstehen, welche Dynamiken sich zwischen ihnen entwickelt haben: Was passiert in Konflikten? Wer zieht sich zurück, wer sucht verstärkt Kontakt? Welche Bedürfnisse, Verletzungen, Ängste oder Erwartungen liegen hinter den sichtbaren Auseinandersetzungen? Und was braucht es, damit wieder mehr Sicherheit, Verständnis und Verbindung entstehen können?
Häufig sind nicht einzelne Streitpunkte das eigentliche Problem. Vielmehr wiederholen sich bestimmte Muster, in denen beide Partner zunehmend das Gefühl bekommen, vom anderen nicht mehr verstanden, gesehen oder erreicht zu werden. Diese Beziehungsmuster sichtbar und emotional nachvollziehbar zu machen, ist für mich ein zentraler Bestandteil der therapeutischen Arbeit.
Ich arbeite dabei systemisch und integrativ. Neben meiner Ausbildung als systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut fließen unter anderem hypnotherapeutische, emotions- und körperorientierte Ansätze, EMDR sowie Elemente aus Gestalttherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse und Kommunikationspsychologie in meine Arbeit ein. Welche Methode sinnvoll ist, richtet sich für mich immer nach den Menschen und dem jeweiligen Anliegen – nicht umgekehrt.
Neben der Paartherapie begleite ich auch Einzelpersonen, unter anderem bei Ängsten, emotionalen Belastungen, persönlichen und Beziehungskrisen, Selbstwertthemen, wiederkehrenden inneren Mustern sowie belastenden und traumatischen Erfahrungen. Gerade in der Einzeltherapie kann es wichtig sein, nicht nur aktuelle Symptome zu betrachten, sondern auch zu verstehen, welche Erfahrungen, Schutzmechanismen und Beziehungsmuster sich im Laufe des Lebens entwickelt haben.
Auch traumatische oder stark belastende Erfahrungen können einen Menschen und seine Beziehungen nachhaltig prägen. Sie können sich beispielsweise in Angst, Übererregung, Rückzug, emotionaler Abwesenheit, Kontrollbedürfnis oder Schwierigkeiten mit Nähe und Vertrauen zeigen. In solchen Fällen arbeite ich ressourcenorientiert und in einem Tempo, das sich an der jeweiligen Person orientiert. Stabilität und Sicherheit haben dabei für mich Vorrang.
Ich bin Heilpraktiker für Psychotherapie sowie zertifizierter systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut. Darüber hinaus habe ich Aus- und Weiterbildungen unter anderem in Hypnosetherapie, Traumatherapie mit Hypnose, EMDR, systemischer Beratung und Coaching absolviert.
Ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit ist für mich die therapeutische Beziehung. Menschen verändern sich aus meiner Sicht leichter dort, wo sie sich sicher, ernst genommen und wirklich gesehen fühlen. Deshalb verstehe ich meine Haltung weniger als klassische „professionelle Distanz“, sondern vielmehr als professionelle Nähe: empathisch, präsent und menschlich, gleichzeitig mit einem klaren therapeutischen Rahmen.
In meiner Praxis nehme ich mir bewusst Zeit. Sitzungen dauern bei mir in der Regel 60 Minuten, Erstgespräche häufig 90 Minuten. Ich arbeite mit einer begrenzten Anzahl an Klientinnen, Klienten und Paaren, um eine persönliche und kontinuierliche Begleitung zu ermöglichen.
Mein beruflicher Hintergrund ist vielseitig. Ich habe an der Ludwig-Maximilians-Universität München Politikwissenschaft, Philosophie und Neuere deutsche Literatur studiert und mein Magisterstudium mit einer Arbeit über Sigmund Freud abgeschlossen. Darüber hinaus bin ich seit vielen Jahren als Coach, Trainer und Dozent tätig.
Diese unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen haben meinen Blick auf Menschen stark geprägt. Mich interessiert nicht nur, warum etwas schwierig geworden ist, sondern vor allem, was hinter einem Verhalten oder einem Konflikt liegt und wie wieder neue Handlungsmöglichkeiten entstehen können.
In der Paartherapie bedeutet das für mich vor allem: nicht nur besser miteinander zu sprechen, sondern sich wieder besser verstehen zu lernen – sich selbst, den Partner und die Dynamik, die zwischen beiden entstanden ist.
Mein Ziel ist es, dafür einen Raum anzubieten, der gleichzeitig geschützt und lebendig ist: wertschätzend, klar, persönlich und auf Augenhöhe.